| Tagebuch und Reisebericht Motorradtour Vietnam | Seite 1 / 5 |
11.Feb. bis 29.Feb.04
Mi - 11.02.04 – Tag der Abreise Frankfurt – Bangkok - Hanoi
Treffpunkt 11.30h Flughafen Frankfurt. Kurze Zeit später ist die Gruppe
komplett, 10 mutige Männer aus allen Teilen Deutschlands, bereit den Norden
Vietnams unter die Motorradräder zu bringen. TL Jürgen, Harry, Karl
Heinz, Georg, Andreas, Jens, Martin, Klaus und Burkhard
Ein guter Grund im Käfer nochmals deutsche Kost zu sich zu nehmen und sich
zu beschnuppern.
Mit den üblichen Verspätungen geht es irgendwann nach 14:00h in die
Luft mit Kurs auf Bangkok. Die Route führt über Prag, Bukarest, totes
Meer, kaspisches Meer, Turkmenistan, Afghanistan und Kalkutta. Der Flug mit
der 747 der Thai Airways verläuft ruhig, die Filme sind schlecht und die
meiste Zeit auch noch Tageslicht – somit wenig Schlaf.
In Bangkok können wir uns kurz die Beine vertreten und weiter geht’s
nach Hanoi.
Do – 12.02.04
– 1. Tag Hanoi
Mittlerweile ist es Donnerstag und wir werden am Flughafen von unserem vietnamesischen
Guide Cuong und 2 jungen Damen mit Blumenkränzen erwartet
[BILD]. Per Bus geht’s
in die City zum Sunway-Hotel. Es ist Mittag. Unterwegs erfahren wir, dass 75%
der vietnamesischen Frauen Bus fahren nicht vertragen. Junge Dame Nr. 1 bestätigt
dies durch übergeben im Bus – Asien ist anders.
Kaum dem Bus entstiegen „überfallen“ uns T-Shirt Verkäuferinnen
und Postkartenverkäufer.
Nach etwas Ausruhen geht’s um 19:00h mit 11 Ritschka`s
[BILD] zu einem leckeren,
gemeinsamen Abendessen und danach noch ins Apocalypse Now. An diesem Abend etwas
ruhig aber ganz coole location (Flugzeugkanzel an der Decke, Fototapete mit
Kriegsszenen,...).
Fr - 13.02.04
– 3. Tag Hanoi
Wir beginnen morgens eine Stadtrundfahrt mit unserem Bus und Guide. Die erste
Station ist das Ho Chi Minh Mausoleum – [BILD]
heute geschlossen. Dies hat jedoch
den Vorteil, dass sich auf dem Platz davor nicht Menschenmassen sammeln und
so die Größe des Platzes nicht zur Geltung kommen lassen. Danach
geht’s zum Literaturtempel und anschließend in die Altstadt.
[BILD]
Der Besuch auf dem Markt ist weniger für die Augen als für die Nase
anstrengend. Wohlriechendes wird abrupt von fürchterlichem Gestank abgelöst.
An einem Stand entdecken wir gegrillten Hund – schön portioniert
– Asien ist anders.
Dies ist wohl der Ersatz für sämtliches Geflügel – den
Schlachtungen auf Grund der Hühnergrippe sind alleine in Vietnam schon
25 Mio. Stück Federvieh zum Opfer gefallen. Diese Aktion verlief wohl sehr
ordentlich, denn Hühner und Enten konnten wir nur sehr
Sa - 14.02.04 – 4. Tag Fahrt von Hanoi nach Yen
Bai, ca. 120 km (6 h)
Die erste Herausforderung war bereits der Start, denn kurz nach 09:00h war noch
Aufregung, die Ural, russ. Nachbau der Wehrmachts-Zündapp, für Georg
ist immer noch unterwegs von Saigon nach Hanoi. ( Alle unsere Motorräder
14 Stück kamen per Bahn 2000 km aus dem Süden, aus Saigon vom „Motorsport-Club-Saigon“.
Nach einiger Organisation durch Cuong und einer Intruder für Georg (etwas
unterdimensioniert) ging’s los – fast. Jürgens Bike[BILD] wollte
nicht mehr anspringen. Auch das ist für vietnamesische Hände kein
Grund zu verzagen – 15 min. später waren alle mobil. Unser Tross
bestand nun aus einem vornweg fahrenden Minibus mit unserem Gepäck, dann
12 Motorräder, Guide und Mechaniker, abschließend ein Klein-LKW mit
den Ersatzmotorrädern. Das ganze hatte schon eine beachtliche Länge.
Herausforderung Nr. 2 war der Stadtverkehr von Hanoi. [BILD]Es wäre falsch zu
behaupten, dass es keine Regeln gibt. Sie sind nur anders als die uns Bekannten.
Die Größe eines Fahrzeugs bringt automatisch mehr Rechte mit sich.
Links abbiegen erfolgt nicht durch „Umfahren“ des Gegenverkehrs,
sondern man biegt in diesen ein und bewegt sich durch den Gegenverkehr auf die
rechte Fahrbahnseite – ganz einfach, und es funktioniert.
Die Fahrt und Landschaft sind wenig spektakulär. Nach etwa 2h bringt Kalli
sein Motorrad zum Qualmen – Kabelbrand. Die vielen Dörfer die wir
durchqueren scheint die Abwechslung durch unserer Truppe zu erfreuen. Winken
ist immer und überall angesagt – bei Alt und Jung, Männlein
wie Weiblein (vor allem!).
So - 15.02.04 – 5. Tag Fahrt von Yen Bai nach Sa Pa, ca. 220 km
(7,5 h)
Kalli erhält einen neuen Kupplungszug. Wir starten relativ früh am
Morgen und fahren in früh-nebliger Stimmung durch das beginnende Bergland.[BILD]
Die Szenerie ist einzigartig, und unser Auftauchen sorgt aller Orten für
neugierige Blicke. [BILD]Durch den super Sound von Kalli, Jens und Burkhard sind wir
viel früher zu hören als zu sehen.[BILD]
Mo - 16.02.04 – 6. Tag Sa Pa
Die erste Überraschung an diesem Morgen “die Ural war da“.[BILD]
Mit ein paar Stop`s mehr hatten die Jung`s es doch geschafft uns einzuholen,
sie mussten Tag und Nacht gefahren sein. Wir begrüßten unsere treue
Seele, die Mechaniker machten „Sie“ startklar für die nächsten
Tage und wir machen mit unserem Bus einem kurzen Ausflug zu den hier lebenden
Minderheiten. Über eine abenteuerliche Hängebrücke [BILD] geht’s
zu einem ehemaligen Wasserkraftwerk der Franzosen. Danach weiter zu Fuß
durch ein Dorf in dem wir wieder fleißig „Einkäufe“
machen.
Etwas später sind wir in einem tollen Steingarten. Vom höher gelegenen
Restaurant klingt traditionelle vietnamesische Musik. Die Nebelschwaden die
durch den Steingarten ziehen sorgen für eine ungewöhnliche Stimmung.
Jens erklärt uns allerlei zu Entstehungsgeschichte der Felsformationen.
All das macht hungrig und in dem höher gelegenen Restaurant grillen (flambieren)
wir unser Mittagessen (im Freien) und haben dabei unsäglich Spaß.
[BILD]
Kaum verdaut geht’s für einige in eine Folklore-Vorführung.
Bezaubernde Schönheiten [BILD] zeigen traditionelle Tänze, und gegen
Ende sind wir alle eingeladen im Takt über Bambusrohre zu springen –
Martin und ich schlagen uns wacker – zur Freude der Tänzerinnen
und weniger Touristen.
zum Essen gehen wird noch Schlangenschnaps probiert. Für 1$ gibt drei
Probiergläschen aus riesigen, scheußlichen Flaschen. Der Inhalt
wechselt von den verschiedensten
Schlangenarten (eine Cobra ist immer dabei) bis hin zu Skorpionen. Gut schmeckt
keines der drei Gebräue – gesund sollen sie dennoch alle sein –
allein der Glaube versetzt Berge.
Abends geht’s zeitig zu Bett, denn der nächste Tag bringt eine
lange Etappe mit sich.
Di - 17.02.04 – 7. Tag Fahrt von Sa Pa nach Lai Cao ca. 160 km (6,5h)
Wegen der weiten Strecke geht’s bereits um 8.30 los – eigentlich.
Am Vorabend sind jedoch Klaus und Burkhard an der Bar hängen geblieben
– Burkhard etwas länger. Die Schlangen waren noch in den Flaschen,
also kann’s so schlimm nicht gewesen sein – und siehe da, um 9.30
ist Vollversammlung auf dem Hof (inkl. Hotelpersonal) und ab geht’s.
(Ich habe mal zu Jürgen gesagt, dass mein Alptraum wäre, dass alles
wie am Schnürchen klappt. Auch diese kleinen Verzögerungen lassen
Zeit locker zu plaudern und liefern Stoff, z. b. für Tagebücher.
In 1600m Höhe, leichtem Nieselregen und Nebel verhangenen Bergen geht’s
auf glitschiger Passstraße dahin.[BILD] Auf der Abfahrt gibt’s
etwas Sonne und Motorradherzen schlagen höher. Rechts von uns ist in
unmittelbarer Nähe die chinesische Grenze – eigentlich wollten
wir einen Abstecher machen aber der Guide wollte nicht so recht – vielleicht
ist die Reisefreiheit geringer als es der Augenschein vermittelt.
Es geht weiter bei schlechtem Wetter und wunderbaren Straßen entlang
des Nam Na River.[BILD] Teilweise mutet die Landschaft wie Dschungel und Urwald
an, immer wieder unterbrochen von Reisfeldern.
Bei den Dorfdurchfahrten treffen wir immer wieder Minoritäten in herrlichen
Trachten an. Mittagessen ist diesmal Picknick - von unseren Guides besorgt:
belegte Brötchen mit Fleisch, Käse, Tomaten, Gurken, Zwiebel, Salz
– total urig. [BILD] Das alles in einem kleinen „Restaurant“
– wir haben nichts bezahlt aber irgendwie wird’s schon passen.
Eines ist uns bei den Vietnamesen aufgefallen – Prävention und
Wartung sind fremd. Es wird immer nur repariert [BILD](auch kein Wunder wenn
man mit Teilen nicht aus dem Vollen schöpfen kann). Beim Tanken hätte
man etwas großzügiger sein können und nicht warten, bis einer
trocken fährt.[BILD] Aber das ist Asien.
Es geht immer noch bei leichtem Regen weiter und endlich kommen wir in Lai
Chau an. Ein typisches Dorf. Wir gehen nochmals ins Zentrum (nur eine Kreuzung)
und setzten uns in die Kneipe an der Kreuzung.(158) In der Ecke sitzt ein
alter Vietnamese mit Mikrofon und macht sein ganz eigenes Karaoke –
darauf fahren alle Vietnamesen voll ab. Wir trinken Bier,[BILD] vietnamesischen
Kaffee und schlendern irgendwann zurück. Abends gibt’s 7 Gänge
für 3,5 € und gut betankt geht’s schon um 22.30 weiter –
in dem Dorf die einzige Alternative.
Do – 19.02.04 – 9. Tag Fahrt von Dien Bien Phu nach Son La ca.
180 km (7h)
Mit gewohnter Pünktlichkeit (ca. 30-60 min. Verspätung – mit
der nie jemand ein Problem hatte) fing es über einen wunderbaren Pass
auf 1000m Höhe. Wir waren gut eingepackt, denn das Wetter war nicht besonders,
aber trocken. Immerhin, denn meine Schuhe haben über Nacht kaum getrocknet.
Durch Nebelschwaden und Wolken ging es stetig bergab und die Temperaturen
wurden etwas freundlicher. Auch dieser Streckenabschnitt ließ Motorradfahrer-Herzen
schneller schlagen. Kurven, Reisfelder und tropischer Wald wechselten sich
ständig ab. Wir können den Bus nicht vor uns lassen (zu reizvolle
Strecke) und so kommen wir ganz flott voran [BILD]– selbst Georg auf
der Ural hat mittlerweile auf der anspruchsvollen Strecke alles im Griff.[BILD]
Gegen 11.30 halten wir für die Mittagspause. Wie immer in einem kleinen
Lokal mit hauptsächlich vietnamesischen Gästen.[BILD] Letzteres bedeutet
laute Unterhaltung und viel trinken. Zum Abschluss des Essens sind die Wirkungen
von Alkohol nicht mehr übersehbar.
Die Motorräder haben mittlerweile auch den Rhythmus gefunden und Pannen
werden seltener. So kommen wir schon gegen 16h in Son La an und gönnen
uns ein kurzes Schläfchen. Um 19h ist Abendessen, wiederum die gesamte
Palette (spring rolls, beef, porc, vegetables, fried rice, Melonen, Bananen
und viel viel Bier – Halida, Tiger und Hanoi).
Ein organisierter Karaoke-Abend ist noch die Überraschung des Abends,
in einem privaten Keller.[BILD] Nachdem wir auch hier den Bierkonsum hoch halten
schwindet die Scheu zum Mikrofon zu greifen. Die technischen Anfangsprobleme
sind beseitigt und so wird
geträllert. Die Musik ist nicht aus diesem Jahrtausend, aber immerhin.
Etwas später bereichern einige Mädels die Runde und sorgen für
einen lustigen Abend mit Tanz zu echt alten Kamellen – Asien ist anders.
Als das Bier zur Neige geht versagen auch nach und nach die Stimmen. Ein guter
Zeitpunkt zum Hotel zu wackeln.
Fr – 20.02.04 – 10. Tag Fahrt von Tag Son La nach Phu Tho ca.
170 km
Der Tag beginnt mit einer pünktlichen Abfahrt – 09:00h Aufbruch
Richtung Phu Tho.[BILD] Je mehr wir uns wieder Hanoi nähern, umso wärmer
wird es. Uneinigkeit herrscht jedoch über die tatsächlichen Temperaturen.
Die Strecke führt uns zunächst parallel zum Da River/See[BILD] und
wird immer flacher und damit auch schneller zu befahren. Wir überqueren
bald eine neue Brücke (ein Vermächtnis der Russen).[BILD] In einem
kleinen Dorf namens Phu Yen ist Mittagspause. Hier bezahlen wir den absoluten
Tiefstpreis für das gewohnt komplette Menu: 35000 Dong, also ca. 1,5
€. Das war in etwa die Hälfte der sonst üblichen Summe, aber
nicht minder geschmackvoll. Mittlerweile haben wir uns auch an die einheimische,
vergorene Fischsoße Nuoc mam gewöhnt. Der Geschmack entspricht
absolut der Beschreibung.
Mit ein paar Bier im Bauch begeben wir uns wieder auf die Motorräder
und ab geht’s auf die Nachmittagsetappe. [BILD]Martin benötigt einen
kurzen Stopp, denn Ihm reißt der Gaszug. Nach ca. 5 min. ist das Motorrad
wieder fit und weiter geht’s. Bei dem notwendigen Stopp ist wieder die
übliche Versammlung von neugierigen Kindern. Wir verteilen ein paar Kugelschreiber
und anderen Kleinkram. Gegen 16.30 h kommen wir in Phu Tho an. Hier erwartet
uns ein sehr ordentliches Hotel und wir verweilen mit etwas Bier 1-2 h im
Hotelhof und erzählen uns was wir sowieso gemeinsam erlebt haben –
na und? Wir schauen noch den Mechanikern [BILD] beim üblichen check-up
der Motorräder zu. Um 18:00h ist es Essenszeit. Die Nähe zum Meer
bringt endlich etwas Abwechslung auf die Speisekarte und so gibt es Fisch,
Reis und Gemüse.
Einzige und staubige Abwechslung waren teilweise kilometerlange Baustellen
– ein Land im Aufbruch. Der Straßenbau ist Vorbote für die
Arbeiten zu einem großen Stausee.
Das Mittagessen fand wieder in gewohntem Ambiente statt und auf dem Tisch
standen Köstlichkeiten die der heimische Herd wohl kaum bereithält.
Der Guide versichert, dass es Schwein ist – unser Chefkoch ist sicher,
dass nicht – Mahlzeit. Es schmeckte und wir haben nicht weiter gebohrt
– vielleicht besser so.
Nach dem Essen hatte die Ural wieder eine Pause nötig.[BILD] Irgendwo
im Niemandsland blieb sie vor dem einzigen Haus weit und breit stehen. Das
Haus hat den Namen verdient und wurde von einem Künstler mit Großfamilie
bewohnt. Als Künstler ist man auf europ. Motorradfahrer nicht so neugierig,
so blieb er cool an einen Stein gelehnt, aber nur 5 min.
Dann packte auch Ihn die Neugierde und er zeigte uns seine Kunst (die Mechaniker
schraubten derweil). In riesige Baumwurzeln hat er verschiedenste Drachen
geschnitzt. Auf der anderen Seite hat er immense Steinblöcke ausgegraben
und sich daran bildhauerisch verwirklicht.
Vermutlich sein Vater war mittlerweile mit einer alten Zenith Spiegelreflex
angerückt und bar um ein Foto. Wir posierten artig und wollten natürlich
auch die Töchter des Hauses mit auf dem Bild haben. Eine hatte jedoch
ziemlich Angst vor Georg. Mit gutem Zureden ging dann irgendwann doch.
Unterwegs musste Burkhard mal kurz wegen auslaufendem Kühlwasser halten
– kein Problem, einfach weiterfahren.
Durch einen kurzen Foto-Stopp hatte ich mal kurz den Anschluss verloren. Im
nächsten Dorf war natürlich eine Weggabelung. Ich drehte mich um,
um nach dem LKW Ausschau zu halten. In einer Kneipe ca. 30m entfernt, sprangen
alle auf und winkten in die Richtung in die alle anderen gefahren sind. Ob
man mich bei uns auch in die richtige Richtung geschickt hätte???
Ninh Binh hat uns durch seine Größe überrascht. Das Hotel
war absolut o.k. – eine willkommene Abwechslung. Nach den üblichen
Begrüßungs-Bieren hatten Georg, Andy und ich noch Lust auf eine
Käseplatte mit einer Flasche Rotwein. Die Hotelmanagerin war sehr rührig
und kurz danach war die Tochter unterwegs Brot zu holen und wir hatten unsere
Käseplatte (mit Streichkäse).
Abends ließen wir uns noch massieren – auf dem Zimmer. Ich war
etwas überrascht als der Portier einen Blinden auf unser Zimmer brachte.
Als ich massiert wurde rief meine Frau an. Kalli nahm das Gespräch an
und ich übernahm kurz. Der Masseur „verbog“ mich wieder und
schlug mir das Handy aus der Hand. Kurzzeitig hatte ich keine Hand frei. Er
konnte natürlich nicht wissen (sehen), dass ich telefonierte. Ich warf
dann dass Handy zu Kalli, damit er weiter telefonieren konnte und mich „entschuldigte.“
Ob mir die Geschichte meine Frau abnimmt???
junge Frau vorbei, die verschiedene Erfrischungen und Snacks anbietet. Sie
rudert mit den Füßen während sie noch ein Bambusrohr mit einem
Messer raspelt. Die Verquickung von Tourismus und Business funktioniert schon
erstaunlich gut.
In unserem Boot rudert auch meist die Frau, der Mann schont sich; später
greift er mit einer Stange ein um an einigen Stellen besser voranzukommen.
Es sind viele Schulklassen unterwegs, und aus jedem Boot schallt es zu uns
woher wir kommen und wie wir heißen. Nach ein paar Minuten drehen wir
den Spieß um – was allseits für Unterhaltung sorgt. Auf der
Rückfahrt rudert der Mann und die Tour wird zur Verkaufsveranstaltung.
Allerlei Handgesticktes wird angeboten und wir sagen natürlich –
nach zähen Verhandlungen – nicht nein. So verlassen wir das Boot
mit 2 Tischdecken und 4 Sets.
Gegen 11h gehen wir wieder unserer Lieblingsbeschäftigung, dem Motorrad-Fahren
nach.
Kurz nach der Abfahrt sind wir geteilt, denn die Ural muss noch getankt werden.
Kalli jagt dem Bus nach um sich wärmere Kleidung zu besorgen. Erst nach
ca. 15 min. war der Bus eingeholt, und unterwegs war Ihm nicht so wohl und
sicher auf dem richtigen Weg zu sein (für diesen Fall hatten wir immer
eine Hotelliste am Mann – zum Glück nicht gebraucht).
Etwas später kommt der Rest und gemeinsam geht es zügig bis zur
Mittagspause voran.
In dem typischen Lokal wimmelt es vor Fliegen (das erste mal). Burkhard ist
seit 2 Tagen etwas übel er verzichtet gänzlich. Kalli trinkt seit
zwei Tagen nur Cola und kostet Nudelsuppe und Schweinefleisch (hoffentlich).
Die Erkältung die ich mir vor einigen Tagen geholt habe ist wohl übergeschlagen.
Bei der Ural hatte sich das Hinterrad vor dem Essen tüchtig geschüttelt
– lose Speichen. Über die Mittagszeit wurde das Rad getauscht und
so war auch unser bestes Stück wieder flott.
Gegen 16:00h sind wir in Halong angekommen und haben die Motorräder abgestellt.
Der Bus brachte uns und Gepäck zur Halong Hai Junk.[BILD] Im Hafen lagen
unzählige dieser Schiffe. Unseres war erstaunlich groß und in sehr
gutem Zustand. Die Kabinen zwar eng aber ausreichend und mit eigenem Bad.
Um 19:00h war „Empfang“ mit Sekt (Jürgen wurde Opa) und erfreuten
uns an einem gedeckten Tisch [BILD] mit Tischtuch, Weingläsern und Besteck.
Gegenüber den letzten Tagen eine Freude fürs Auge und später
für den Magen: 1. Gambas auf Gurke und Tomate; 2. Muscheln; 3. Krebs;
4. Barsch; 5. Melonen. Schön unterlegt mit Weißwein (genießbar)
und wie immer viel Bier und etwas Cognac. Etwas Luxus tat gut.
Die Crew hatte am Heck noch einen Strahler aufgebaut und angelte nach Tintenfischen
– ruckzuck gingen wir ans Werk und hatten mit 3 Angeln in 3h 3 Mini-Tintenfische.
Bis Mitternacht ging es in Etappen zu Bett. In der Kabine war es so hellhörig,
dass man mit 3 weiteren Kabinen exzellenten Kontakt hatte. Die mitgeführten
Ohrstöpsel machten es etwas besser.
Di – 24.02.04 – 14. Tag auf der Halong Hai Junk und Fahrt nach
Hanoi ca. 120 km
Gemächlich geht es auf der Dschunke durch die Bucht.[BILD] Das Frühstück
ist wie meist sehr spartanisch. Vor einem Felsmassiv machen wir Halt. Durch
einen Durchbruch rudern wir im Beiboot[BILD] in einen Ring aus Felsen der im
inneren praktisch einen See von gut 300m Durchmesser formt. Hier ist außer
dem Gezwitscher von Vögeln totale Stille und eine ganz tolle Stimmung.
Es geht weiter per Schiff in Richtung Hafen. Wir essen etwas früher zu
Mittag und sind so gegen 12:00h im Hafen und bereit für die letzte Etappe
nach Hanoi. Eine Überraschung bietet die Getränkerechnung. Demnach
hatten wir 29 Fl. Wein, 6 Fl. Sekt und 180 Dosen Bier, + noch ein paar Kleinigkeiten.
Am Bier hatten niemand Zweifel, jedoch waren es nur 20 Fl. Wein. Mehr Leergut
konnte auch nicht nachgewiesen werden und so wurden wir uns hier auch einig.
Im Hafen gibt es noch ein paar Fotos[BILD] – wie immer mit dem üblichen
aufsehen drum herum. Der Bus fürs Gepäck lässt etwas auf sich
warten, da wir erst für 13:00h erwartet wurden. Kurz vor 13:00h geht’s
jedoch los.
Die Fahrt ist zügig auf einer Autobahn ähnlichen Straße. Es
gibt jedoch Linksabbieger, und einer sorgt für einen kurzen Adrenalinstoß.
Wir gehen tüchtig in die Eisen, was für jedes Motorrad jedoch eine
unterschiedliche Bedeutung (Verzögerungswerte) hat. Das zweite Highlight
dieser Etappe ist ein Schwein (ca. 150 kg) auf seiner letzten Reise. Am Rücken
liegend auf dem Gepäckträger eines Mopeds. Als wir zum Überholen
ansetzten, fängt die Sau zu quieken und zu zappeln an – wir dachten
vorher das Vieh sei tot. Der Mopedfahrer ging kurz vom Gas, setzte beide Füße
zum stabilisieren auf den Boden, und fuhr nur noch ca. 60 km/h. Sobald wieder
Ruhe herrschte gab er wieder Vollgas. Wir haben
Unterwegs haben wir auch einen Unfall mit einem Mopedfahrer gesehen, der
wohl nicht mehr viel vom Leben hatte.
2-3-mal sahen wir unterwegs Trauerzüge. Mit für unsere Ohren furchtbarer
Musik wird in einem Trauerzug die letzte Reise begleitet.
Ca. 40 km vor Hanoi mussten wir wieder pausieren, denn der Tank der Ural war
durch einen Riss leck. Das war er auch vorher, aber der Riss erlaubte zumindest
halb voll zu tanken. Jetzt war gänzlich Ebbe. Wir (Europäer) hätten
die Ural auf den LKW verfrachtet. Nicht so unsere vietnamesischen Mechaniker.
Von einem anderen Motorrad auf dem LKW wurde der Tank ab- und auf den Beiwagen
aufmontiert. Die Benzinleitung verlegt und der Tank mit Bändern verzurrt.[BILD]
Abfahrt.
Nach 10 km lockern sich die Gurte und wir müssen erneut halten. Lok (der
Ural-Chefmechaniker) steigt in den Beiwagen und hält den Tank die 30
km bis Hanoi – das ist Asien.
Wir halten vor der Oper[BILD]
und schießen nochmals Fotos[BILD] –
ein engagierter Fotograf ist ebenso anwesend. Nun geht’s auf die beiden
letzten 2 km. Es ist viel Verkehr und wir versuchen unterstützt mit viel
Hupen und Motorradsound das zersplittern der Gruppe zu verhindern.
Im Hotel angekommen[BILD]
sind wir alle erleichtert, dass es keinerlei Stürze
oder Ausrutscher gab.[BILD]Die T-Shirt-Verkäufer erkennen uns auch wider.
[BILD]
An der Bar schmeckt das erste Bier ausgezeichnet. Wir verschenken Helme, Handschuhe,
Jeansjacke und z. T. Schuhe an die Mechaniker.[BILD]
Abends sind wir in kleineren Gruppen unterwegs. Andy, Jens, Kalli und ich
lassen uns in einer Garküche am Straßenrand nieder wo es vorzüglich
aussehende Meeresfrüchte gibt.
Die Vorspeise bildet 1 kg Muscheln. Danach isst jeder einen 1 kg Krebs. Teils
sind riesige Fleischstücke dabei und nur wenig Fummelei. Die Köchin
hilft uns beim Zerlegen.
Jens läuft los und holt noch Brot (den guten frz. Wein findet er leider
nicht). Als Abschluss gibt es noch 2 kg Gambas. Die sind ebenfalls in einer
Größe, dass man herzhaft abbeißen kann. Das Ganze kostet
dann insgesamt 1,5 Mio. Dong, also 75€ (insgesamt)
Mi – 25.02.04 – 15. Tag Flug von Hanoi nach Nha Trang
Im Sunway genießen wir das leckere Frühstück (mit Eieromelette).
Wir begeben uns bei leichtem Nieselregen zum Flughafen und nach ca. 1,5h Flugzeit
steigen wir in Nha Trang bei 28° und herrlicher Sonne aus. Vom Flughafen
zum Hotel sind es nur 20 min. und der Ort gefällt uns auf Anhieb. Toller
Strand [BILD]
und quirliges Leben. Das Hotel [BILD] ist ebenfalls ausgezeichnet
und vom 10. Stock[BILD]
haben wir einen super Blick über die Strandpromenade
und das süd-chinesische Meer.
Kaum angekommen geht es schon wieder Richtung Hafen. Auf einer Barke geht
es (inkl. 4 Masseusen und 1 Eunuchen) zu einer Badeinsel. Wir lagen cool am
Strand und die Mädels
Um 16:00h sind wir wieder aufgebrochen und es ging zu einem Fischerdorf.
Auf den schwimmenden Häusern und den darum schwimmenden Netzen –
an Pontons festgemacht – durften wir uns den Fisch mit einem Köcher
selbst aus dem Wasser holen. In winzigen Rundbooten[BILD] aus Bambus geflochten
und mit Bitumen wasserfest gemacht, wurden wir von zwei Damen an Land (ca.
30m) gebracht – natürlich gegen ein kleines Entgelt.
Im Restaurant wurden die Fische gewogen und der Preis festgesetzt, und kurz
darauf waren Fische und Hummer in der Pfanne. Die Masseusen halfen fleißig
mit beim Kochen und auftragen – jeder ist in der langen Business-Kette
irgendwie integriert.
Bei herrlichem Sonnenuntergang aßen wir zu Abend.[BILD] Noch vor 2 Jahren
war es hier richtig billig. Mein Fisch (1,5 kg) kostete inkl. 2 Bier 280.000
Dong, also ca. 14€. Für unsere Verhältnisse billig –
für Vietnamesen unbezahlbar.
Als wir zurück kamen ging es bald darauf Richtung Strandpromenade. Ich
wartete kurz vor dem Hotel auf Andy, und kaum 2 min. später hatte sich
schon ein Mädel zu mir gesellt. Wir sind nach einigen Anläufen in
einer super Strand-Disco (Sailing Club) gelandet. Klasse Musik, gemischtes
Publikum und cooles Ambiente. Hier waren wir dann auch bis um 3h unterwegs.
Nha Trang ist sicher ein Ort der schon das bietet was man von erschlossenen
touristischen Badeorten erwartet.
Do – 26.02.04 – 16. Tag Flug von Nha Trang nach Ho Chi Minh City
Am Morgen ging es noch zu einer Kulturstätte – Cham Heiligtümer,
die wenig spektakulär waren.[BILD]
Danach ging es an den Strand,[BILD] wo wir nochmals Einkäufe getätigt
haben. Die Mädels mussten noch Armreife fertigen und haben eine enorme
Fingerfertigkeit bewiesen. Am Strand war super Welle und man konnte herrlich
auf den ankommenden Wellen mitschwimmen und sich an Land spülen lassen.
Um 13:00h ging es wider zum Flughafen und ab nach Saigon [BILD] (das Zentrum
der Stadt trägt nach wie vor diesen Namen). Am Flughafen verabschieden
wir Wolfgang und Georg, die bereits Ihre Rückreise antraten.
Hier entsteigen wir dem Flieger bei 30°. Auf dem Weg zum Hotel Rex[BILD]
stellt man schon den Unterschied zu Hanoi fest. Hier ist alles nochmals quirliger.
Unterwegs sehen wir super Cafés und Restaurants. Die Schätzungen
zu den Einwohnerzahlen gehen von 4-8 Mio., am wahrscheinlichsten sind jedoch
7 Mio.
Wir gehen gleich auf die Dachterrasse des Rex um ein Bierchen mit tollem Ausblick
zu genießen.
Das Abendessen nehmen wir im Vietnam-Haus ein. Ein gehobenes Restaurant mit
exzellentem Essen. Der Service hapert manchmal aber der Geschmack entschädigt.
Fr – 27.02.04 – 17. Tag Ho Chi Minh City
Wir frühstücken im herrlichen Saal des Rex im 6. Stock. Kalli hetzt
etwas, denn er kommt mit ca. 20 min. Verspätung. Wir fahren gegen 9.30h
in einem kleinen Bus für ca. 2h ins Mekong Delta. An einem kleinen Hafen
nehmen wir unsere Führerin auf und schippern auf einem Langboot zu einer
der 4 Inseln (Unique Horn). Bei gut 30 ° und ca. 90 % Luftfeuchtigkeit
geht es durch verschiedene Flussläufe der Insel. Dieser Teil ist der
Obstgarten Vietnams und überall sind Mangos, Papayas [BILD] etc. angebaut.
Wir legen an und laufen an verschiedene Häusern/Hütten vorbei die
typisch für diese Region sind. An verschiedenen Ständen werde natürlich
Früchte, Tee und auch Handwerks-Arbeiten angeboten. Einige kaufen Kimonos
für zu Hause. Etwas weiter besichtigen wir eine Bonbon- Fabrik. Wobei
die Fabrik aus 4 Mitarbeitern (3 junge Frauen und ein Mann sowie 1 Rührwerk
besteht). Helfende Maschinen werden durch unglaubliche Fingerfertigkeit ersetzt.
Die Bonbons schmecken gut und wir kaufen natürlich ein. Wir steigen um
auf kleine Boote [BILD] die von je 2 Frauen gesteuert werden und fahren in
noch kleinere Arme des Mekong.
Beim Durchfahren dieser Arme bekommt man in etwa eine Vorstellung wie der
Dschungelkampf gegen die Amerikaner war. Die kleinen Boote[BILD] bringen uns
zurück und wir kehren in unserem Langboot zum Ausgangspunkt zurück.
Auf der Rückfahrt halten wir unterwegs in einem Lokal und essen Elefantenohrfisch.
[BILD]
Der Fisch ist beeindruckend, aber noch mehr die Mädels [BILD]die uns die Häppchen
anrichten und fast bis in den Mund schieben – ein schönes Gefühl.
Die Fischstückchen werden in Reispapier gewickelt, dazu gibt es noch
Gemüse. Insgesamt sättigen wir uns mit 6 Gängen.
Auf den Inseln gibt es einige Schlangen die man streicheln oder auch rumtragen
kann – was Kalli auch noch macht (ich bin etwas reservierter).
Gegen 17:00h sind wir im Rex und es geht sofort in die Markthallen zum shoppen.
Hier gibt es so ziemlich alles und die Mädchen in den Ständen zerren
einen jeweils in ihren Stand um T-Shirt etc. zu verkaufen. Nach vielem Handeln
gehen wir natürlich auch hier nicht ohne Ware vom Markt. Kalli ist diesen
Versuchungen und Taktiken der asiatischen Verkäuferinnen nicht gewachsen.
Da er keine 2/3 Hose benötigt, kann ich Ihn zumindest überreden,
nur 1 Exemplar zu kaufen. Raus aus dem Markt und rein in die Schuhgasse um
auch hier fündig zu werden (hier trifft es uns beide).
Wir gehen zurück ins Hotel und treffen uns zum Bierchen auf der Terrasse
des Rex, wo wir letztendlich auch Abendessen. Bei der Rechnung klappt nicht
viel – gleiche Getränke und Gänge kosten in der Addition immer
andere Beträge. Nach einigen Rechenhilfen passt zumindest die Summe.
Ein Teil geht schon ins Apocalypse Now, Kalli, Burkhard, Klaus und ich ziehen
in einen Techno-Schuppen mit unzähligen netten, bildhübschen Bedienungen
in Shorts. Leider ist kurz danach Schluss (22h) und wir ziehen weiter. Burkhard,
Klaus und ich fahren nochmals
Sa – 28.02.04 – 18. Tag Ho Chi Minh City und Rückflug
Wir unternehmen einen zusätzlichen Ausflug und besichtigen das Kriegsmuseum
und fahren danach weiter nach Cu Chi, der Hochburg der Résistance gegen
die Amerikaner. Wir haben eine super Reiseführer (Pok – Rechtswissenschaftler).
Pok informiert uns detailliert über viele Ereignisse, Land und Leute.
Es ist sehr spannend Ihm zuzuhören – auch wenn uns teilweise die
Müdigkeit wegen der vergangenen Nächte überfällt.
Im Kriegsmuseum beginnen wir die Besichtigung. Eine Schulklasse wird von einer
Führerin mit dem Megaphon beschallt. Am beeindruckendsten sind die Bilder
und Geschichten. Einige der Fotos sind mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet.
Diese sind auch durch die Welt gegangen und somit bekannt.
Unterwegs gibt es einen Kurzbesuch einer Reispapier-Herstellung. Auch hier
ist Handarbeit angesagt. An dem Stand gibt es auch Holzschnitzereien. Ein
Mann sitzt auf dem Boden und schnitzt eifrig, während er mit den Füßen
die Figur hält und dreht.
Nach ca. 2h Fahrt kommen wir in Cu Chi an. Zuerst wird uns ein Video gezeigt
(es erinnert etwas an die Zeit als die Bilder laufen lernten.) mit viel Propaganda.
Danach geht es zu den Tunneln. Ca. 250 km wurden Tunnel bis zu 9m unter der
Erde gegraben. Die Ein- und Ausstiege waren natürlich versteckt, teilweise
in Flüssen 2m unter der Wasseroberfläche. Die Eingänge sind
so klein, dass nur Vietnamesen hindurch passten. Auch die Tunnel unter Erde
konnten nur krabbelnd benutzt werden. Auf einer Darstellung
war zu sehen, wie die Vietnamesen unterirdisch in den Hohlräumen schlafen,
und über der Erde Amerikaner in klimatisierten Zelten – genützt
hat es nichts.
Etwas weiter kommen wir zu einem Schießstand an dem für 1$ ein
Schuss mit allen Waffen zu kaufen ist. Kalli und ich teilen uns 5 Schüsse
– schon beeindruckend. Kurze Zeit später kann man in einen Tunnel
steigen, der für Touristen vergrößert wird. Kalli und Martin
krabbeln hindurch – Jens und ich schenken es uns. An einem Unterstand
machen wir eine kurze Pause, und wir bekommen Tee, Reiswein und Maniok (Süßkartoffel).
Auf der Rückfahrt halten wir noch an einer Werkstatt für Lackarbeiten
– ISO9001 zertifiziert. Hier werden Schatullen und Vasen in unterschiedlichen
Größen hergestellt. In 16 Arbeitsgängen entstehen handwerkliche
Meisterwerke. Die Ornamente werden aus Elfenbein oder in der billigeren Variante
aus der Schale von Enteneiern hergestellt. Für ein Motiv von ca. 1m²
dauern die Ornamente alleine bereits 3 Monate. Das gesamte Bild ca. 6-8 Monate.
Dabei ist davon auszugehen, dass die Woche 7 Arbeitstage hat. Auch hier kaufen
Kalli und ich ein Andenken.
Wir sind gegen 15:00h wieder in der City und bummeln nochmals kurz durch die
Markthallen – die Mädels von gestern schaffen es wieder uns T-Shirts
zu verkaufen. Danach geht es zurück ins Hotel und wir treffen uns fast
alle in einem Zimmer um nochmals zu duschen.
Den Abschluss in Saigon bildet ein Bier auf der Terrasse.
Um 18.30h ist Abfahrt zum Flughafen.
recht eng wird. Die Rückreise ist leichter zu ertragen, da wir schon
lange auf den Beinen sind und es lange zeit dunkel ist.
In Frankfurt werden wir von unseren Mädels empfangen. Wir verabschieden
uns von Jens und bringen Andy noch nach Hause.
17 Tage einer sehr eindrucksvollen und unvergesslichen Reise sind vorbei. Die Erlebnisse und Geschichten bleiben.
Was sonst noch so war:
Vor der Abreise hatten wir uns überlegt wie wir mit zu Hause Kontakt
halten. D2 hat keinen Roaming-Partner in Vietnam. Für 400.000 Dong (20
€) gab es überall eine SIM-Karte inkl. 300.000 Dong Telefonguthaben
zu kaufen. Hat prima funktioniert und die ganze Reise für 2 kurze Telefonat
und viele SMS gereicht.
Überall (nicht in Dörfern) gab es mittlerweile Internet-Cafés.
So wäre auch mailen mit der Heimat kein Problem gewesen.
Jeder Chip einer Digitalkamera ist mal voll. Ich hatte aus dem Freundeskreis
mehrere Karten dabei. Viele kleine haben sich bewährt, denn eine Karte
hatte nach ca. 40 Aufnahmen einen Speicherkartenfehler. In den Fotoläden
konnte man problemlos die Fotos von Speicherkarte auf CD brennen lassen. Für
5 € wurde das erledigt inkl. einer CD-Hülle – das geht bei
uns (noch) nicht.